Zwei Arten von Traumatisierung

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Man unterscheidet zwischen Schocktrauma und Entwicklungstrauma.
Lange Zeit war das Augenmerk in erster Linie auf dem Schocktrauma.
Erst in den letzten Jahren ist deutlich geworden, wie viele Menschen von Entwicklungstrauma betroffen sind.

Ein Schocktrauma entsteht durch ein einmaliges katastrophales Ereignis.

Ein Entwicklungstrauma entsteht in der Kindheit aufgrund von frühen Entbehrungen oder sich wiederholenden bzw. andauernden Umständen, die das Kind in emotionalen oder körperlichen Stress versetzen. Was dabei als lebensbedrohlicher Stress wirkt, ist natürlich ausgesprochen relativ. Während z.B. ein Erwachsener damit umgehen kann allein zu sein, zu frieren, Hunger zu haben oder starken familiären Spannungen ausgesetzt zu sein, erlebt ein Säugling oder Kleinkind das als etwas Lebensbedrohliches. Es weiß nicht, dass die Zeit vergeht, etwas vorbei gehen kann oder jemand wieder kommt.

Bei den meisten Menschen, die zu mir kommen, liegt ein Entwicklungstrauma vor, das in einem äußerlich relativ ’normalen‘ Familienumfeld, mit ihrerseits traumatisierten Eltern, entstanden ist.
In manchen Fällen kommen ein oder mehrere Schocktraumata hinzu.